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Eigentlich war ich mir sicher: eine solche emotional-melancholische Atmosphäre mit geschickt gesetzten Melodien und viel Pathos, das kriegen in der Regel in dieser Form nur Finnen auf einen Rundling transportiert. "Days Of Nothing", das Debüt von THE FORESHADOWING ist quasi Doom - Gothic Metal in Reinkultur, traurig ohne Ende, kurz vorm Suizid. Und nun die Überraschung, es handelt sich bei der Band nicht um Finnen, sondern um Italiener. Ich musste wirklich staunen, so skandinavisch haben selten Römer geklungen. Knapp zwei Jahre gibt es diese Band erst, dafür klingen die Herren aber erstaunlich routiniert, ohne allerdings die ganz großen Ideen zu vermitteln. Die sich im Midtempo daher schleppenden Songs zeigen, unterlegt von fetten Riffs und der tieftraurigen Stimme von Sänger Marco Benevento, wie schön doch Verzweifelung sein kann, wenn man es versteht, diese musikalisch gut einzufangen. Beim Songwriting gibt es kaum einen Grund für Tadel, die ganz großen Momente fehlen zwar, aber auch ohne ein, oder zwei Songs, die sich von den zehn vorhandenen Tracks nach oben absetzen, kann man mit Fug und Recht von einer sehr ordentlichen Platte sprechen, die man sich in der passenden Situation gerne zu Gemüte führt. (lk)
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