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Kann mir mal einer sagen, wie ich das verkraften soll?! Zuerst bringen mich Opeth mit "Blackwater Park" völlig um den Verstand und nun reißen mir ihre guten Freunde Katatonia mit ihrem neusten Werk "Last Fair Deal Gone Down" auch noch schonungslos mein Herz aus der Brust und nageln es an die nächste Trauerweide! Die Herren um Sänger Jonas Renske haben all die hohen Erwartungen, die ich nach "Tonight´s Decision" eh schon hatte, um zirka 5000 Prozent übertroffen und ein Album geschaffen, das auf eindrucksvollste Art und Weise bewegt. Kaum sind die ersten Töne des Openers "Dispossession" erklungen, ziehen Katatonia mich in ihren unverkennbar traurigen Bann aus äußerst Moll-lastigen Gitarrenbögen, groovigen Drums und der einzigartigen Stimme von Jonas, der nicht selten unweit vom Heulkrampf zeigt, daß Emotion nicht immer kitschig klingen muß. Und kitschig klingt die ganze Scheibe bei Weitem nicht, eher vermittelt sie ernsthaft ein Gefühl tiefster Traurigkeit, das jedoch überraschender Weise auch immer wieder Momente des Optimismus und der Wärme zuläßt, wenn diese auch nur sehr spärlich gesät sind. Musikalisch sind Katatonia zweifelsohne noch ein Stückchen erwachsener geworden, denn besser als je zuvor schaffen es die Jungs, metalkompatible ehrliche Gitarren, sehr dezente Synthies und durchaus harte Drums zusammen mit einer klaren Stimme zu einer unglaublichen Mixtur zu verbinden, die sich weit jenseits aller Sparteneinteilungen und Schubladen auf ihrem völlig eigenen Weg durch die Musikzene befindet. Ich habe keine Ahnung, wie ich Katatonia einem außenstehenden beschreiben könnte, ich weiß nur, daß es nach ein paar Hördurchläufen keine Möglichkeit gibt, sich der Macht dieser Band zu entziehen. Die fünf Schweden sind auf jeden Fall ihrem finalen Sound so nahe wie nie zuvor, denn auf "Last Fair Deal Gone Down" stimmt wirklich einfach alles: Die Arrangements sind durchdacht und eingängig, die Instrumente fügen sich mit Jonas Stimme zu einem völlig eigenen, ich möchte fast sagen perfekten Gesamtbild zusammen und selbst in puncto Produktion geht es einfach nicht besser. Fazit: Kauft Euch diese Scheibe und bereut es keine Sekunde lang! Und für jeden, der sich nach den alten Zeiten sehnt, in denen Katatonia mit Platten wie "Dance Of December Souls" oder "Brave Murder Day" die Gemüter verdunkelten gibt es einen Trost: Jonas frönt nebenbei noch mit seinem Projekt "October Tide" den härteren Klängen und wer auf die alten Werke steht, wird seine Zweitband vergöttern! (cs)
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