Review

Flowing Tears - Jade
 
Gothic Rock
 
Label
Vertrieb
Zeit
Tracks
Century Media
Century Media
44:51 min
12


 

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Das Stichwort Gothic Metal läßt ja momentan viele die Augen verdrehen und zuallererst an gängige und billige Klischees denken. Weit gefehlt bei Flowing Tears! Ungewöhnlich, eigenständig und experimentell, geben die sechs nicht mehr ganz unbekannten Saarbrückener den Gothic Metal wieder das, was ihn eigentlich ausmacht, und noch ein ganzes Stück mehr. Da ist zuerst einmal die dunkle und geheimnisvolle Atmosphäre, die sich gleich im ganzen Raum ausbreitet, sobald der "Play"-button gedrückt ist, und noch eine gute Weile vorhält, wenn die CD nach einer dreiviertel Stunde Spielzeit sich wieder zur Ruhe begibt. Angenehm im Vordergrund steht, nein, eher fließt dabei die warme, dunkle Stimme von Stefanie Duchêne. Getragen wird sie von einem Ton-in-Ton-Klangteppich, der mal sich kräuselnd, mal ruhig gleitend, mal sich wellig aufbäumend durch Zeit und Raum gleitet. Mike Volz beweist dabei, daß Keyboards alles andere als aufdringlich sein müssen. Mit einer 12-jährigen klassischen Klavierausbildung kann er genau timen, wann lediglich der Gesamtklang unterstützt, wann vorsichtig "tastend" eigene Elemente eingebracht werden sollen. Flowing Tears entführen den Hörer sachte in eine unbekannte nachdenkliche Welt, sie hüllen ihn in einen Mantel aus Emotionen und geleiten ihn vorsichtig über (zwischen)menschliche Abgründe, eine gottverlassene Welt oder todbringende Krankheiten ohne ihn dabei loszulassen. Die einzelnen, durchweg interessant komponierten, Songs haben es nicht eilig, auf einen bestimmten Punkt zu kommen. Vielmehr Wert legen sie auf die Gesamtstimmung und wogen sie wie die Wellen eines großen, traurigen Ozeans, vermeiden scharfe Brüche und bieten doch ein breites Spektrum von reflektierenden Passagen langsam tropfender Klaviermelodien bis hin zu druckvollen, treibenden Gitarrensounds. Die saubere Produktion unterstützt diese eigenwillige und wunderschöne Musik, die nichts dem Zufall überläßt und doch genau so weit experimentiert, daß die Songs eingängig sind ohne auch nur für einen Augenblick langweilig zu werden. Optisch abgerundet wird dieses Kunstwerk durch Niklas Sundin, dessen stimmungsvolles Artwork schon von Dark Tranquility bekannt ist. (arw)
Kommentare         neuer Kommentar
 
Ein schönes melancholisches Werk mit vielen Tiefen und guten Melodien, die sich teilweise aber ein bischen zu stark ähnlich sind. Ab Track No. 6 wirds dann songmäßig ein bischen dünn ...
- Maio <djmaio@t-online.de> (20.02.2001)
 
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Weitere Infos
 
 
Internet
 
www.flowingtears.de

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