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Nicht nur aus dem sächsischen Eilenburg ereilt uns heuer ein frischer Langspieler mit dem Titel „Jahreszeiten“, sondern auch aus Thüringen, wo sich die Avantgarde Metaller FJOERGYN an die Arbeit gemacht haben, dem Wechselbad der Gefühle akustische Tiefsinnigkeit zu entreissen – mit vollem Erfolg. „Jahreszeiten“ stösst mich direkt in den eigenartigen Studel aus Sopor Aeternus-, Lacrimosa-, Rammstein- und Dimmu Borgir-Elementen, wobei diese Aufzählung längst keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt, da es schlicht unmöglich ist, für jede Facette des Albums einen passenden Vergleich zu finden und zu benennen. Auch die blanke Stilistik lässt sich nicht in eine Schublade stecken und so finden Einflüsse aus Avantgarde Rock, Black Metal, Viking Metal, Klassik, Gothic Rock, Volksliedgut und was weiss ich noch allem komprimiert auf eine knappe Stunde reiner Genialität, wie sie mir in diesem Jahr noch nicht untergekommen ist, Einzug. Folgerichtig werden alle Geschmäcker vorzüglich bedient, denn sowohl Licht- wie auch Schattenseiten erscheinen titelgetreu in verschiedenen Gewändern und bitten einen jeden Hörer, der längst im Banne der Musik steht, zum Tanz – schliesst man die Augen und lauscht Stücken wie „Sturmzeit“ oder „Der Himmel fällt“, wird man auf kreative Vollendung stossen, die dank ihrer perfekten technischen Umsetzung keinen Umweg duldet und FJOERGYNs „Jahreszeiten“ in die Favouritenriege bei der Wahl zum Album des Jahres ordnet. Ein echtes Prunkstück, das jeder gehört haben muss! (hm)
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