Review

Leaves Eyes - Njord
 
Gothic Metal
 
Label
Vertrieb
Zeit
Tracks
Napalm Records
Edel
55:59 min
12


 

  • Review bei Facebook posten!
  • Review bei MySpace posten!
  • Review bei Twitter posten!
  • Review bei StudiVZ posten!

Ähnliche Reviews anzeigen
 
Dieses Review wurde bisher 475 mal gelesen.
Konnte die ATROCITY-Nebenbeschäftigung LEAVES EYES mit ihrem Debütalbum „Lovelorn“ im Jahr 2004 noch einen wirklich guten Überraschungserfolg landen, so haben sich im Laufe der Jahre einige Abnutzungserscheinungen bei der von Alex Krulls Ehefrau Liv Kristine gefronteten Band bemerkbar gemacht. Selbst einem eigentlich kreativen Kopf wie Herrn Krull fällt es eben schwer, zwei Bands gleichzeitig- und wertig auf voller Flamme zu fahren, was sich im Songwriting unmissverständlich bemerkbar macht. Hat sich die einstige Hauptband ATROCITY schon zum reinen Coversongspielchen-Ensemble in die inspirationslose Parkposition bewegt, so lassen auch LEAVES EYES deutlich Federn in Sachen mitreißendes Songmaterial. „Njord“, das nach einigen EPs und zwei Langspielvorgängern dritte Album des Sextetts, kann daher nur sehr bedingt überzeugen. Man hat ständig das Gefühl, dass schwere Gitarren hier nur Beiwerk darstellen, das den unglaublichen Kitsch mühsam zu bändigen versucht. Zwar macht die gute Liv nach wie vor einen guten Job und dürfte ihre Fans nicht enttäuschen, doch dreht man mal spaßeshalber dem Keyboard den Saft ab, wird man erschrocken feststellen, dass die Stücke kaum etwas hergeben und nur von ihrer pompigen Fassade leben. Zwar lassen sich im opulenten Klangregen ein paar ganz hörenswerte Stücke wie die erste Single-Auskopplung „My Destiny“, das atmosphärische „Take The Devil In Me“ oder das flotte „Northbound“ ausmachen, doch Wände reißen auch diese Kompositionen nicht ein. Einen echten Klopper hat sich die Truppe jedoch mit der Coverversion von SIMON & GARFUNKEL´s „Scarborough Fair“ geleistet. Grundsätzlich gut angedacht, versuchen LEAVES EYES, diesen Jahrhundertsong in ihr Schmalzgerüst einzubinden, was gnadenlos nach hinten losgeht; da haben sich NEVERMORE/Warrel Dane mit dem Material der beiden Genies eindeutig besser angestellt. Zwar wird „Njord“ die Fangemeinde erneut ansprechen, aber von der Vorlage ihres starken Debüts haben sich LEAVES EYES endgültig entfernt. Und noch was: Alex Krull taugt als Background-Growler so viel wie Britney Spears als Gastsängerin bei IMMORTAL. (do)
Kommentare         neuer Kommentar
 
Alex Krull kann weder shouten noch singen. Doch das Album finde ich gut - man sollte von Leaves Eyes nicht erwarten, dass sie den Keyboards den Saft abdrehen oder das Rad neu erfinden. Bei Nightwish wären die Songs sicherlich auch ziemlich leer ohne das Orchester und Keyboardgeklimper. Und zu viel ist es noch nicht - dafür gibt es noch genug harte Momente, Leaves Eyes treffen so ziemlich die Mitte. Aber die belanglose Ballade hätten sie sich wirklich sparen können.
- Lola (02.11.2009)
 
Reviews
 
Into Your Light
(am 02.04.2004 von chris)
Legend Land (EP)
(am 22.06.2006 von hardy)
Lovelorn
(am 14.06.2004 von do)
 
Interviews
 
vom 06.03.2004 (d)
(eingetragen von chris)
 
Berichte
 
Leaves Eyes Listening Sess...
(am 14.02.2004 von chris)
Earthshaker Fest 2004 - Ge...
(am 24.07.2004 von xhb)
Summer Breeze 2004 - Freit...
(am 20.08.2004 von laetti)
 
Tourdaten
 
Keine Einträge
 
Weitere Infos
 
 
Internet
 
www.leaveseyes.de/

© 1999-2011   www.METAL-INSIDE.de