Nachdem die Italiener mit ihrem letzten Album "Karmacode" und dessen Vorgänger "Comalies" überaus erfolgreich waren, welchen Grund sollten sie haben, das Erfolgsrezept zu verändern? Eben, keinen! Daher machen sie das, was sie am besten können: Gothic-Metal mit Pop-Schlagseite und wunderbarem Wechselgesang. Dabei scheint es mir, als haben sie die Gitarren noch ein wenig weiter zurückgeschraubt (diesmal wurde nämlich nicht bei Waldemar Sorychta aufgenommen, sondern beim Produzenten von LINKIN PARK und AVRIL LAVIGNE, Don Gilmore) und die Songs leben fast ausschließlich vom betörenden Organ von Cristina Scabbia. Zwei Balladen haben sich eingeschlichen, die durchaus EVANESCENCE-esque Stimmung und Qualität verbreiten (z.B. "Wide Awake"), Andrea Ferro darf inzwischen öfter denn je mal einen Chorus singen (etwa im mitreißenden Opener "Survive"). Ansonsten reiht sich wieder ein potentieller Hit an den anderen, feine Melodien, kraftvolle Stücke, kaum ein schwacher Moment. Hier stimmt erneut jeder Ton, clever aufgebaute Stücke, immer am Rande zu Kitsch und Pop und dann doch wieder feist genug, um die Kurve zu bekommen. Um ehrlich zu sein kann ich mich momentan nicht einmal entscheiden, welches der letzten drei Alben der Band mir am besten gefällt. "Shallow Life" kommt zumindest ohne Coverversion aus, gut so!
Witziges Detail am Rande - mir war vorher nie aufgefallen, wie nahe Cristinas Stimme und Klangfarbe an der von Kylie Minogue dran ist! Da aber der Anfang "I Like It" Erinnerungen weckt an die Achtziger-Peinlichkeit der australischen Discoqueen "I Should Be So Lucky", drängt sich mir der Vergleich direkt auf. Beinharte Fans einer der beiden Damen mögen mir verzeihen. (mono)
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Kommentare
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Alternative ??
- Schorsch <Georg@google.de>
(03.04.2009)
Alternative?!!!!!!!!!!!!!1
- Frank <khgvh@web.de>
(03.04.2009)
Zu viel \"shallow\" und zu wenig \"life\" meiner Meinung nach.
Dass Lacuna Coil plötzlich mit Linkin Park mitmischen, erkennt man schon am Image - erinnern die Bubis doch an moderne Hopper und nicht mehr an typische Metaller.
Die Musik reißt mit und es sind viele potentielle Hits dabei - jedoch ist die CD viel zu amerikanisch, glatt poliiert, durchschaubar und eingängig. Kaum ein verschachtelter Moment mehr, was doch das Besondere an Lacuna Coil war.
- Lola (02.11.2009)
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