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Biografie Lacuna Coil werden oft in Ermangelung eines besseren Begriffes in die Gothic Metal-Schublade gesteckt, was allerdings die emotionale Essenz ihrer Musik nur sehr unzureichend kategorisiert. Denn was oft nur als melodramatisches Vexierbild daherkommt, strahlt bei ihnen eine Vielschichtigkeit aus, die ihren Quell nur im gelebten Leben haben kann. Gerade deswegen strahlt ihre Musik bei all ihrer tonalen Düsternis eine besondere Form der Freude aus - Freude, die nur entstehen kann, wenn man seine Musik an dem Wesen seiner Persönlichkeit ausrichtet und nicht versucht, über die Musik eine Traumwelt zu erschaffen, in der man endlich die Person sein kann, die man immer sein wollte. "Comalies" heischt nicht um Sympathie, indem es dem Zuhörer einen Fluchtpunkt aus seinem eigenen Leben anbietet, sonder ist sympathisch, weil es die emotionalen Höhen und Tiefen, die Erhabenheit und die Verzweiflung, die die menschliche Existenz für uns alle bereithält, musikalisch erfassbar macht. In Lacuna Coils Musik wird der gesamte Spannungsbogen des Menschseins hörbar. Die Perfektion dieser Platte findet sich nicht in spektakulären Momenten, sondern in ihrem enorm breiten Spektrum, das sich von verletzlich wirkenden, aber enorm eingängigen Melodien über sich machtvoll im Ohr entfaltende Refrains bis hin zu feinfühlig dosierten, stilistisch variabel umgesetzten Härteschüben entfaltet. Lacuna Coil errichten dem guten Song mit diesem Album einen Altar. Erbaut wurde er im Klangtempel des Woodhouse Studios in Hagen unter der technischen Oberaufsicht von Waldemar Sorychta, mit dem die Italiener schon lange eine perfekte künstlerische Symbiose eingegangen sind. Uns bleibt jetzt nur noch, ihm die angemessene Referenz zu erweisen. Line-Up: Cristina Scabbia: Gesang Andrea Ferro: Gesang Cristiano Migliore: Gitarre Marco Biazzi: Gitarre Marco Coti Zelati: Bass Cristiano Mozzati: Schlagzeug Quelle: http://www.centurymedia.de |
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Diskografie
2002 Comalies
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